Beim Abschied von seinen Jüngern sagte Jesus:
„Der Beistand, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.” (Joh 14,26)

Zusammen mit Taufe und Eucharistie gehört die Firmung zu den drei Sakramenten, durch die ein Mensch in den Glauben eingeführt und in die katholische Kirche aufgenommen wird. Die Firmung schließt sozusagen die Taufe ab und besiegelt sie. Damit gehört man nun voll und ganz zur Gemeinschaft der Glaubenden.

Mehr noch als bei der Taufe und der Vorbereitung auf den Empfang der Kommunion ist der Jugendliche jetzt selbst gefragt. Kern der Firmung ist die Stärkung durch den Heiligen Geist. Sichtbares Zeichen dafür ist bei der Spendung der Firmung – neben dem Gebet über den Firmling – die Handauflegung und die Salbung mit dem Chrisam-Öl durch den Bischof. Beides steht für eine besondere Beauftragung: Mit dem eigenen Leben Zeuge bzw. Zeugin für Jesus und sein Evangelium zu sein.

Wer sich auf dieses Abenteuer einlassen will, muss natürlich wissen wofür er Zeuge sein soll. Man braucht einen eigenen Zugang zum Glauben und eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus.

Der Empfang des Firmsakraments stärkt den Firmling nicht nur geistig. Er darf mit dem Empfang der Firmung auch das Patenamt für jemand anderen übernehmen. Egal ob es sich um ein Kind handelt, das getauft werden soll, oder ob man selbst das Firmpatenamt übernehmen soll. Wenn also ein gefirmter Mensch, der noch der Gemeinschaft der Kirche zugehörig ist, angefragt wird, ob er Pate sein möchte, so kann er oder sie bedenkenlos JA sagen.

Jeder kann das Sakrament der Firmung empfangen, der in der katholischen Kirche die Taufe und das Sakrament der Erstkommunion empfangen hat. Für den Raum Marktheidenfeld wurde das Alter auf 14 Jahre und somit auf die 8. Jahrgangsstufe festgelegt.
Erwachsene, welche getauft werden wollen, empfangen das Sakrament der Firmung gemeinsam mit der Taufe und der Erstkommunion.

Um gefirmt zu werden, braucht es eine intensive Vorbereitung. Am Ende soll ein bewusstes Ja zu Gott und dem eigenen Glauben stehen.
Derzeit wird im Pastoralen Raum Marktheidenfeld ein einheitliches Firmkonzpet entwickelt, welches Ende 2021 an den Start gehen soll. Alle, die für das Konzept in Frage kommen, werden durch die jeweiligen Pfarrämter angeschrieben werden.

Firmpate kann jeder werden, der selbst die Sakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie empfangen hat und nicht aus der Kirche ausgetreten ist. Um dies zu überprüfen muss vor der Firmung ein aktueller Auszug aus dem Taufbuch der Pfarrei vorgelegt werden, in der der Pate getauft wurde. Ein Auszug aus dem Familienstammbuch langt hierfür nicht aus, da dieser Vermerk darin nicht enthalten ist.
Evangelische Firmpaten können lediglich als „Zeugen“, zusätzlich zu einem katholischen Paten, herangezogen werden.

Ansprechpartner

Kath. Pfarramt Marktheidenfeld
Ludwigstraße 13
97828 Marktheidenfeld

Tel.: 09391 987231
Mail: pfarrei.marktheidenfeld@bistum-wuerzburg.de